Vor Ort aktiv

Start-up in der Garage

Was im Silicon Valley geht, geht auch in Schwanstetten! Davon konnte sich das SPD-Kompetenzteam der Marktgemeinderatskandidatinnen bei einem Besuch der Fa. WIPO überzeugen. Angefangen hat das mittlerweile größte mittelständische Unternehmen Schwanstettens vor 40 Jahren mit einer Montage von Leuchten und Steckdosenleisten in einer Garage in der Kellerstraße in Schwand. Heute befindet sich das Unternehmen in einem großzügigen Gebäude in der Allersberger Straße. Der Geschäftsführer Armin Pöllet führte die interessierten Besucher durch den beeindruckenden Betrieb und erläuterte die Prozesse von der Produktentwicklung bis zum Vertrieb. Während der Schwerpunkt in der Vergangenheit auf der Realisierung von Beleuchtungssystemen im Küchenbau lag, hat sich das Unternehmen mit seinen über fünfzig qualifizierten Mitarbeitern stetig weiterentwickelt und bietet heute auch sehr individuelle Lösungen für neuartige Produkte an. So entstand z.B. als Eigenentwicklung ein trendiges Skateboard, das von unten beleuchtet wird und einmalig in der Szene ist. Während früher auch die Produktion in Schwanstetten vorgenommen wurde, ist dies heute aus Kostengründen gerade bei größeren Stückzahlen nicht mehr möglich. Ein Teil der Produktion ist deshalb an spezialisierte Firmen in der Region oder aber auch nach China ausgelagert. Eng wird aber immer noch mit Behindertenwerkstätten bundesweit zusammengearbeitet, wenn einfache standardisierte Abläufe in einem längeren Zeitraum gefragt sind. Entscheidend für den Erfolg des Unternehmens ist eine permanente Innovation bei bestehenden Produkten und bei neuen Produktangeboten. Wenn ein Produkt erfolgreich vom Markt angenommen wird, dauert es in aller Regel höchstens zwei Jahre, bis es Nachahmungen aus Asien gibt, die deutlich günstiger sind. Die meisten Mitarbeiter kommen direkt aus dem regionalen Umfeld und schätzen neben den guten Bedingungen insbesondere die kurzen Anfahrtswege. Mit der Erschließung neuer Vertriebswege und Produkte ist WIPO - so Armin Pöllet auf Nachfrage der Marktgemeinderatskandidatinnen - gut für die Zukunft aufgestellt.

Besuch Seniorenbetreuung Wittmann

Kranken und pflegebedürftigen Menschen einen würdigen Lebensabend in der Heimatgemeinde zu ermöglichen, ist ein zentrales Thema einer immer älter werdenden Gesellschaft. Bürgermeister Robert Pfann besuchte deshalb mit seinem Kompetenzteam der SPD-Marktgemeinderatskandidat*innen die Seniorenbetreuung Wittmann im Sägerhof. Geschäftsführer Florian Wittmann stellte das breit gefächerte Angebot für die Betreuung von älteren Menschen im Sägerhof vor. Neben den 92 betreuten Wohnungen umfasst das Leistungsangebot auch einen Pflegebereich mit 19 Pflegeappartements und eine rege in Anspruch genommene Tagespflege für 24 Gäste. Herr Wittmann legte in seinen Ausführungen großen Wert darauf, dass eine Pflege bei Verschlechterung der gesundheitlichen Situation auch weiterhin in der Heimatgemeinde vorgenommen werden könne, da der Verlust des sozialen Umfeldes, der beim Wechsel in eine andere Pflegeeinrichtung entstünde, zu einer erheblichen Belastung führe. Mit dem Konzept der Pflegeappartements im Erdgeschoss des Seniorenhofes wird seit 2014 ein neuartiges Wohn- und Versorgungskonzept im Betreuten Wohnen angeboten: Es richtet sich speziell an Menschen mit einem mittleren und hohen Pflege- und Hilfebedarf ab Pflegegrad 3. Soweit dies gesundheitlich noch möglich ist, stehen Selbstbestimmung und Eigenständigkeit der Bewohner im Vordergrund. Die Bewohner mieten ihre Räume in der Station und können je nach Bedarf Pflegeleistungen buchen. Sehr gut angenommen wird auch die Tagespflege, die insgesamt 24 Menschen aus dem Ortsgebiet Schwanstetten und den umliegenden Gemeinden betreuen kann. Sehr beachtenswert ist das Angebot, das an allen Werktagen im Zeitraum von 8.00 bis 16.30 Uhr erbracht wird. Wichtig für das Wohlbefinden sind feste Rituale. So beginnt der Tag mit einem Frühstück, mit Zeitungslesen und Musik. Das Mittagessen wird gemeinsam vorbereitet und auch der Kuchen für den Nachmittag wird gemeinsam gebacken. Neben Ruhephasen werden Gymnastik, Singen und Spiele angeboten. Die Kombination von häuslicher Pflege und Tagespflege bietet auch den pflegenden Angehörigen die Möglichkeit einer Entlastung. Die Angehörigen sind durch den vorgegebenen gesetzlichen Rahmen „ambulant vor stationär“ entsprechend stark in die Pflege eingebunden und können diese oftmals nur leisten, wenn tagsüber eine professionelle Unterstützung angeboten wird. Angeregt wurde auch der Aspekt des Personalmangels diskutiert. Aufgrund fehlender Tarifbindungen verbunden mit entsprechend geringen Zahlungen durch die staatlichen Leistungsträger wird es immer schwieriger, gut ausgebildetes Personal zu finden und auch langfristig zu halten. Wünschenswert wäre also eine Tarifbindung, die in den Zahlungen der Kassen an die Pflegeeinrichtungen berücksichtigt wird.

60+ unterwegs auf dem Kunstweg

Die SPD 60 plus des Unterbezirks Roth hat eine interessante, gut besuchte Wanderung auf dem Kunstweg in Rednitzhembach organisiert. Zahlreiche Teilnehmer konnten sich an Mariä Himmelfahrt über einen schönen Ausflug nach Rednitzhembach freuen, der von Heinz Röttenbacher bestens vorbereitet worden war. Nachdem es bis kurz vor der Wanderung noch geregnet hatte, verzogen sich rechtzeitig die Wolken und bei schönem Sonnenschein konnte die Wanderung am Hembacher Hof beginnen. Unter sachkundiger Führung von Christel Vogelsang sahen sich die Teilnehmer bei der anderthalb stündigen Wanderung durch das Rednitztal viele der eindrucksvollen Kunstwerke an, die die Gemeinde Rednitzhembach entlang des Kunstweges aufgestellt hat. Besonders interessant wurde die Führung durch die umrahmenden Geschichten, die Christel Vogelsang zu jedem Kunstwerk erzählen konnte. Als Begleiterin des Projektes über Jahrzehnte stand den Teilnehmern eine profunde Kennerin zur Verfügung, die die Wanderung durch zahlreiche interessante Anekdoten bereicherte. Als Abschluss trafen sich alle Teilnehmer wieder im Hembacher Hof bei Kaffee und Kuchen (Danke an die Spender!) und ließen den schönen Spaziergang noch einmal Revue passieren.

Besuch eines Bauernhofes mit Direktvermarktung

Die Nererreters in ihrem Bio-Garten mit interessierten Besuchern

Die über der Eingangstür eingemeißelte Jahreszahl „1798“ kündet vom Baujahr des schmucken Bauernhauses. Doch der Hof ist schon um einiges älter. Was in der heutigen Zeit schon eher als Ausnahme gilt, ist auf dem Bauernhof der Familie Nerreter seit Jahrhunderten die Regel. Damals wie heute ist der Hof ein Familienbetrieb, der von drei unter einem Dach lebenden Generationen, den Eheleuten Hermann und Barbara Nerreter mit ihren drei Kindern und den Großeltern bewirtschaftet wird.

mehr