Unsere Politik

Unser Motto: Gemeinsam für ein liebens- und lebenswertes Schwanstetten!

Wir stehen für eine Politik in Schwanstetten, attraktiv für alle Generationen, die die Gegenwart weiterhin erfolgreich gestaltet und vorausschauend die Weichen für die Zukunft stellt, mit dem Ziel, dass sich jeder in unserer Gemeinde wohl fühlt und zufrieden ist.

Stellungnahme der SPD zum Haushalt 2026

Die finanzielle Entwicklung der Marktgemeinde war in den letzten Jahren positiv. Der Schuldenstand konnte auch in 2025 weiter abgebaut werden. Die Rücklagen konnten gesteigert werden, auch die Bausparverträge wurden weiter angespart. Eine Kreditaufnahme ist im Haushalt 2026 nicht vorgesehen, jedoch wird diese unumgänglich sein, wenn Großprojekte wie Feuerwehrzentrale und Sanierung der Gemeindehalle umgesetzt werden.

Erfreulich ist die weiter positive Entwicklung bei der Einkommenssteuerbeteiligung. Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen bleiben auf einem ähnlichen Niveau.

Größter Posten auf der Ausgabenseite im Verwaltungshaushalt bleibt die Kreisumlage. Die Steigerung von ca. 360.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr ist wieder erheblich. Dies muss durchaus kritisch beobachtet werden. Die Betriebskostenförderung für die Kindertagesstätten bleibt ähnlich zum Vorjahr. Die Personalkosten werden sich erhöhen, dies hat aber mit der moderaten Stellenerhöhung zu tun. Aus Sicht der SPD ist es sehr zu begrüßen, dass im Bereich des Bauamtes und des Quartiersmanagements zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Relativ gering fällt die geplante Zuführung vom Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt aus. Diese Zahl sollte aber nicht überbewertet werden, da erfahrungsgemäß in den letzten Jahren die tatsächliche Zuführung immer wesentlich höher war als die geplante.

Im Vermögenshaushalt stehen viele Projekte, die schon länger fest eingeplant sind. So zum Beispiel der Austausch der Beleuchtung in der Gemeindehalle, die Beschaffung eines HLF 10 für die Feuerwehr, der Breitbandausbau oder die Erneuerung des Rathausvorplatzes.

Laufend sind Tiefbaumaßnahmen notwendig, um die Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern. Hier gilt es – neben allen zwingend notwendigen Aufgaben der Gemeinde – weiter am Ball zu bleiben.

Im Investitionsprogramm wird die mögliche finanzielle Umsetzung der anstehenden Großprojekte Baugebiet Oberlohe, Feuerwehrzentrale und Gemeindehalle dargestellt. Um weiterhin eine stabile Finanzlage der Marktgemeinde sicherzustellen, wird es wichtig sein, hier Wege zu finden, wie diese Projekte sinnvoll miteinander umgesetzt werden können.

Unser Dank gilt unserem Kämmerer Marcel Roder, der immer wieder auch neue Aspekte in die Haushaltsberatungen einbringt. Ebenfalls bedanken wir uns bei den Kolleginnen und Kollegen des Marktgemeinderates für die guten Beratungen.

Die SPD-Fraktion stimmt der Haushaltssatzung 2026 mit Haushalts-, Stellen- und Finanzplan zu.

FSJ Stelle abgelehnt

In Schwanstetten haben wir viele soziale Einrichtungen, die mit viel ehrenamtlichen Engagement am Laufen gehalten werden. Sei es die Nachbarschaftshilfe, der Bürgertreff oder der Bürgerbus, um nur die von der Marktgemeinde verantworteten Bereiche zu nennen. Hier hat sich das Quartiersmanagement bewährt.

Um diese wertvollen Arbeiten noch mehr zu unterstützen, da leider auch ehrenamtliche Hilfe an ihre Grenzen kommt, hat die Gemeindeverwaltung einen Vorschlag erarbeitet, der von der SPD Marktgemeinderatsfraktion mitgetragen wird. Auf Dauer angelegt und mit professionellem Personal.

Dem stellt die CSU einen Antrag entgegen, eine FSJ-Stelle zu schaffen. Das mag eine kostengünstige Lösung sein. Jedoch bringt es etwas, jedes Jahr neues Personal dafür zu suchen, neu einzuarbeiten und nicht mal sicher zu wissen, ob die Stelle besetzt werden kann? Soll die tatsächlich vorhandene Arbeit gegebenenfalls nicht gemacht werden, wenn die FSJ-Stelle nicht besetzt wird oder der- oder diejenige für die Arbeit weniger geeignet ist?

Als SPD sind uns die Menschen, die von der Nachbarschaftshilfe, dem Bürgertreff und dem Bürgerbus profitieren mehr wert. Daher haben wir den Antrag der CSU bezüglich der FSJ-Stelle abgelehnt und uns für den Vorschlag der Gemeindeverwaltung eingesetzt.

Keine Chance vertan

Ein weiteres Beispiel für nicht zielführende Anträge ist die gewünschte Bewerbung um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ durch die CSU, dass eine Förderung von bis zu 45% der Kosten ermöglichen soll. Bei der anstehenden Sanierung der Gemeindehalle klingt dies natürlich verführerisch. Der Antrag hätte aber bis 31.1.26 eingereicht werden müssen. Voraussetzung wäre auch gewesen, ein sehr hohes energetisches Niveau zu erreichen. Des weiteren hätte ein weit fortgeschrittenes Planungsstadium die Chancen erhöht. Unbestritten ist, dass aufgrund des Alters der Halle die Heizung/Belüftung und Beleuchtung erneuert werden müssen. Damit würden aber noch lange nicht die geforderten energetischen Ziele für eine Förderung erreicht. Hierzu wären kurzfristig umfangreiche zusätzliche Planungen notwendig gewesen. Und ob es nachhaltig ist, eine intakte Gebäudehülle zu erneuern, ist mehr als fraglich.

Im genannten Bundesprogramm wurden insgesamt 330 Millionen Euro Fördermittel bundesweit zur Verfügung gestellt. Die CSU war der Meinung, dass 7,2 Millionen Euro davon nach Schwanstetten gekommen wären. Für dieses Förderprogramm wurden übrigens inzwischen über 3600 Anträge eingereicht. An Fördermitteln wurden 7,5 Milliarden beantragt. Dies bestätigt nur die Meinung der SPD Schwanstetten, dass ein Antrag auf die Fördermittel aussichtslos war und nur Arbeit für Verwaltung und weitere Planungskosten verursacht hätte.

Fazit: 18 Jahre Erster Bürgermeister des Marktes Schwanstetten

„Alles hat seine Zeit“ – die zurückliegenden 18 Amtsjahre als Erster Bürgermeister unserer Marktgemeinde waren eine ereignisreiche und herausfordernde Zeit. Eine Zeit, auf die ich dankbar und offen, aber auch mit einer leisen Wehmut zurückblicke. Es war mir eine große Ehre, Schwanstetten mitgestalten zu dürfen.

Viel Positives konnte durch die konstruktive Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure – von den Marktgemeinderäten über die engagierten und kompetenten Mitarbeitenden in Verwaltung und Bauhof sowie den Planungsbüros bis hin zum Einbringen unserer Bürgerinnen und Bürger – erreicht werden.

Wie eingangs gesagt: „Alles hat seine Zeit.“ Nun möchte ich meiner Familie, die all die Jahre oft zurückstehen musste und stets großes Verständnis gezeigt hat, meine volle Aufmerksamkeit widmen.

Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, möchte ich in der Rückschau einige wichtige Meilensteine in Erinnerung rufen:

• Ausbau des Krippenangebots von zwei auf sechs Gruppen

• Umsetzung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/27: Durch den Ausbau des Horts der ev. Kirche Schwand an der Grundschule sowie unter Einbeziehung weiterer Träger stehen künftig 220 Hortplätze zur Verfügung. Mit einer Deckungsquote von 77 % hat der Markt Schwanstetten hier seine Hausaufgaben gemacht.

• Generalsanierung der Grundschule von 2017 bis 2019 mit Investitionen von rund 6,5 Mio. €

• Schaffung großzügiger räumlicher Verhältnisse (ca. 250 m²) für die offene Jugendarbeit im Untergeschoss der Grundschule

• Wohnraumschaffung insbesondere für junge Familien durch die Baugebiete „Alte Straße“ und „An den Drei Linden“ (rund 50 Bauparzellen)

• Moderate Erweiterung des Gewerbegebiets „Hackspieder Weg“ in Schwand

• Neuaufstellung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans als wichtige Leitplanke für die künftige Entwicklung Schwanstettens

• Vollständige Erschließung der Kreisstraßen RH 1 und RH 35 mit Geh- und Radwegen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit

• Errichtung einer Heizzentrale an der Grundschule mit Hackschnitzel- und Gaskessel für die Spitzenlast zur Wärmeversorgung von Schule, Turnhalle, Gemeindehalle, Bürger Stub’n, Rathaus und kath. Kinderhaus über ein Nahwärmenetz

• Regionale Hackschnitzelbelieferung durch eine Liefergemeinschaft

• Photovoltaikanlagen auf dem Feuerwehrgerätehaus Schwand, der Kita AWO „Sonnenschein“, dem Rathaus und dem Bauhof

• Unterstützung der Energiewende durch das Förderprogramm „FERS“ (seit 2015) sowie „Steig um!“ zur Förderung der ÖPNV-Nutzung

• Eigenwirtschaftlicher Ausbau von Glasfaser für die Hauptorte Leerstetten und Schwand (laufend); geförderter Ausbau der Außenorte wie Furth, Harm und Mittelhembach folgt

• Barrierefreier Umbau von fünf der sechs beschlossenen Bushaltestellen; die Haltestelle am Pfarramt Leerstetten folgt in diesem Jahr

• Aufwertung des Ortszentrums durch die Sanierung der Weiheranlage an der Gemeindehalle; mit Umsetzung des beschlossenen Fontänenfelds am Rathausplatz wird die Aufenthaltsqualität weiter steigen

• Die „Schwanstettener Sommernacht“ hat sich als beliebte Musikveranstaltung und feste Begegnungsmöglichkeit etabliert

„Gemeinsam geht’s besser“ Ein besonders prägender Moment war für mich die zukunftsweisende Entscheidung der Kameradinnen und Kameraden der ehemals eigenständigen Ortswehren Leerstetten und Schwand, sich zur Freiwilligen Feuerwehr Schwanstetten zusammenzuschließen. Dieser Zusammenschluss ist ohne Zweifel als „historisch“ zu bewerten. Der Bau der Feuerwehrzentrale befindet sich derzeit in Planung.

Gesellschaft im Wandel Seit meinem Amtsantritt musste ich leider feststellen, dass persönliche Einzelinteressen zunehmend stärker artikuliert werden als das Interesse am Gemeinwohl. Während früher Bitten oder Anregungen im Vordergrund standen, heißt es heute häufig: „Ich erwarte“ oder „ich fordere“. Zur Erinnerung: Gemeinwohl beschreibt das Wohl und die Interessen der Gesamtheit einer Gemeinschaft – also das, was vielen oder allen zugutekommt – im Gegensatz zu Einzelinteressen.

Soziales – für eine starke Gemeinschaft Umso wohltuender ist es zu sehen, wie viele Menschen sich auf vielfältige Weise ehrenamtlich engagieren. Mit ihrem Tun sind sie tragende Säulen unserer Gemeinschaft – sie machen Schwanstetten lebendig, menschlich und lebenswert.

Der „Schwanstettener Weg“ Dazu zählt insbesondere das uneigennützige Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher in gemeindlichen Einrichtungen, auf das ich dankbar und zufrieden blicke. Seit 2008 konnten wertvolle Angebote für Jung und Alt etabliert werden. Was mit dem Senioren- und Jugendbeirat begann, fand seine praktische Fortsetzung in der Senioren- und Nachbarschaftshilfe. Ein Helferkreis von rund 30 Ehrenamtlichen unterstützt beim Einkaufen, begleitet zu Arztterminen, übernimmt Schriftverkehr, Hausbesuche und vieles mehr.

Seit 2022 ergänzt der Bürgerbus dieses Angebot. Er wird von Bürgern für Bürger gefahren und bringt Fahrgäste innerhalb des Gemeindegebiets zuverlässig an ihr gewünschtes Ziel. Am Wochenende steht der Bus den Vereinen kostenfrei zur Verfügung.

Ebenfalls 2022 wurde das Quartiersmanagement mit Magdalena Kuhn im Rathaus ins Leben gerufen. Als zentrale Ansprechpartnerin vernetzt sie Menschen, fördert kreative Angebote und stärkt das Miteinander in unserer Gemeinde.

Der vor etwa zwei Jahren etablierte Bürgertreff ist ebenfalls eine Erfolgsgeschichte. Dort finden Spielnachmittage und -abende, Lesungen, Vorträge und weitere Begegnungsangebote statt. Ergänzt wird dies durch das regelmäßig stattfindende Repair-Café, das dank engagierter ehrenamtlicher „Tüftler“ großen Zuspruch erfährt.

All dies wäre nicht möglich ohne Menschen, die sich aus Überzeugung und mit Leidenschaft in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen einsetzen.

Diese Angebote ergänzen die hervorragende Vereinsarbeit in unserer Gemeinde. Mein Dank gilt allen, die sich in Vereinen, Kirchen und Organisationen ehrenamtlich engagieren. Erst durch die Vielzahl an Veranstaltungen und Aktivitäten über das gesamte Jahr hinweg wird das Leben in Schwanstetten attraktiv – und vor allem lebendig.

Kommunalwahl Am 8. März 2026 entscheiden Sie bei der anstehenden Kommunalwahl mit Ihrer Stimme über die Zusammensetzung des Marktgemeinderats und des Kreistags. Ebenso wird entschieden, wem Sie Ihr Vertrauen als Gemeindeoberhaupt für die kommenden sechs Jahre schenken.

Die nächsten Wochen werden geprägt sein von einem intensiven Werben der Kandidatinnen und Kandidaten der verschiedenen politischen Gruppierungen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Bitte setzen Sie sich mit den Ideen und Vorstellungen der Menschen auseinander, die zur Wahl stehen. Unsere Gemeinde braucht die fähigsten Köpfe mit den besten Ideen, um die vor uns liegenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Ich danke ausdrücklich allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich ohne Wenn und Aber zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen und bereit sind, für das Bürgermeisteramt bzw. den Marktgemeinderat und Kreistag zu kandidieren. Ich wünsche uns allen einen fairen und ehrlichen Wahlkampf – einen, bei dem es am Ende nur Gewinner gibt: unser Schwanstetten und unser Landkreis Roth.

Ihr Bürgermeister Robert Pfann